Samstag, 6. August 2011
Ein Wochenende am Meer...
Meine Mitbewohnerin Vanessa bat mir an, sie und einen Freund von ihr, Eslam, ans Mittelmeer nach Agamy zu begleiten. Seine Familie habe da ein Haus und die Eltern verbringen den gesamten Ramadan dort. Ein Wochenende am Meer, wer kann dazu schon nein sagen?!
Wir sind Donnerstag Abend los gefahren. Eine Stunde brauchten wir um zur Autobahn zu kommen. Kurz vor dem Gate zur Autobahn machten wir Stopp an einer Tankstelle. Erstmal Fastenbrechen. Das wird selbst auf einer Tankstelle unter Fremden gemeinsam zelebriert. Ein Mitarbeiter der Tankstelle verteilte Datteln und innen wurde einen spezieller Ramadan-Trunk ausgegeben - nicht ganz mein Geschmack. Und dann, ab Richtung Alexandria!
Die Fahrt habe ich verschlafen - wie ich jetzt gerade merke: zum Glück! Falschfahrer, Fussgänger, Eselskarren, und halsbrecherisch geladene LKW findet man nicht selten auf der Autobahn. Reichen die Sitzplätze nicht, kommt der Rest auf die Ladefläche und die Möglichkeit für einen U-Turn gibts natürlich auch hier.
In der Villa (die hatten wir wirklich nicht erwartet) von Eslam angekommen, erwartete uns schon seine Mutter mit einem üppigen Essen.
Am nächsten Morgen machten Eslams Mutter und Oma extra für Vanessa und mich Frühstück. Es wurde eigentlich ständig dafür gesorgt, dass wir Mädels nicht vom Fleisch fallen. Dann hat Eslam uns zum Privatstrand gebracht. Er darf nicht mit. Ramadan heißt auch: keine halb-nackten Mädels anschauen! Am Strand fanden sich auch größtenteils nur ägyptische Christen. Und mir wurde sofort klar: wer seinen Glauben nicht mit einem langen Bart oder Koptuch repräsentieren kann, der tut es eben mit einem XXL-Kreuz um den Hals. Der Strand war traumhaft, das Meer unglaublich klar und warm und obwohl man wegen der extrem hohen Wellen nicht wirklich schwimmen konnte tat die nasse Abkühlung unglaublich gut!
Heute gabs für mich allerdings keinen Strand mehr. Ein leichter Sonnenstich hat mich ausgeschaltet. Das letzte Sonnenbad war doch schon zu lange her. Aber Eslams Mutter und Vanessa haben sich wirklich aufoperungsvoll um mich gekümmert.
Jetzt gehts zurück ins verstaubte Kairo. Ich freu mich schon - auch wenn ein paar Tage mehr am Meer auch nicht verkehrt wären.
Ich sehne mich grad nach nichts sehnlicher als dem deutschen TÜV. Aber ich werd's wohl wie die Ägypter machen müssen und sage: Inshallah kommen wir heile an!
Wir sind Donnerstag Abend los gefahren. Eine Stunde brauchten wir um zur Autobahn zu kommen. Kurz vor dem Gate zur Autobahn machten wir Stopp an einer Tankstelle. Erstmal Fastenbrechen. Das wird selbst auf einer Tankstelle unter Fremden gemeinsam zelebriert. Ein Mitarbeiter der Tankstelle verteilte Datteln und innen wurde einen spezieller Ramadan-Trunk ausgegeben - nicht ganz mein Geschmack. Und dann, ab Richtung Alexandria!
Die Fahrt habe ich verschlafen - wie ich jetzt gerade merke: zum Glück! Falschfahrer, Fussgänger, Eselskarren, und halsbrecherisch geladene LKW findet man nicht selten auf der Autobahn. Reichen die Sitzplätze nicht, kommt der Rest auf die Ladefläche und die Möglichkeit für einen U-Turn gibts natürlich auch hier.
In der Villa (die hatten wir wirklich nicht erwartet) von Eslam angekommen, erwartete uns schon seine Mutter mit einem üppigen Essen.
Am nächsten Morgen machten Eslams Mutter und Oma extra für Vanessa und mich Frühstück. Es wurde eigentlich ständig dafür gesorgt, dass wir Mädels nicht vom Fleisch fallen. Dann hat Eslam uns zum Privatstrand gebracht. Er darf nicht mit. Ramadan heißt auch: keine halb-nackten Mädels anschauen! Am Strand fanden sich auch größtenteils nur ägyptische Christen. Und mir wurde sofort klar: wer seinen Glauben nicht mit einem langen Bart oder Koptuch repräsentieren kann, der tut es eben mit einem XXL-Kreuz um den Hals. Der Strand war traumhaft, das Meer unglaublich klar und warm und obwohl man wegen der extrem hohen Wellen nicht wirklich schwimmen konnte tat die nasse Abkühlung unglaublich gut!
Heute gabs für mich allerdings keinen Strand mehr. Ein leichter Sonnenstich hat mich ausgeschaltet. Das letzte Sonnenbad war doch schon zu lange her. Aber Eslams Mutter und Vanessa haben sich wirklich aufoperungsvoll um mich gekümmert.
Jetzt gehts zurück ins verstaubte Kairo. Ich freu mich schon - auch wenn ein paar Tage mehr am Meer auch nicht verkehrt wären.
Ich sehne mich grad nach nichts sehnlicher als dem deutschen TÜV. Aber ich werd's wohl wie die Ägypter machen müssen und sage: Inshallah kommen wir heile an!
Freitag, 5. August 2011
Donnerstag, 4. August 2011
Müllabladen erlaubt!
Nachdem ich zwei Jahre nahezu genötigt wurde, meinen Müll penibel zu trennen, ist es schon jedes mal ein Glücksgefühl einfach alles in einen Mülleimer zu werfen. Komisch ist es allerdings, den Müll einfach an den nächsten Laternenmast zu stellen, damit er irgendwann mal (meistens aber im Laufe des Tages) abgeholt werden kann. Der Müll wird dann von einem der vielen Straßenkehrer, die sogar die "Autobahnen" fegen mit genommen...
Mittwoch, 3. August 2011
Peel it, boil it or leave it...
Mal abwarten, ob ich mich nächstes mal nicht doch besser daran halte. Der Preis ist allerdings unschlagbar: 2€, und das ist noch längst nicht alles!
Dienstag, 2. August 2011
Wenigstens tackern kann ich
Heute ist der zweite Tag im Büro. Wieder nichts zu tun. Ausser lochen, tackern und quatschen. Fotos zeigen, Facebook checken und rum philosophieren.
Durch die Revolutionen in Ãgypten und Libyen und allgemein die Situation hier im Nahen Osten gibt es nichts zu tun. Und das scheinbar seit Monaten. Keiner traut sich irgendwas zu kaufen, die Wirtschaft hier in Ägypten hält sich stark zurück. Keiner weiß was morgen sein wird und daher sitzen wir hier alle rum und schreiben zwischendurch für die wenigen noch laufenden Projekte Emails. Dafür hab ich Zeit meine Kollegen kennen zu lernen, die haben Zeit im Koran zulesen und ich in meinem Arabischbuch. Die Gebetszeiten können eingehalten werden und auch der Feierabend ist überpünktlich.
Ich glaub, morgen nehme ich mal mehr Unisachen mit... Langsam hat man keine interessanten Gesprächsthemen mehr...
Durch die Revolutionen in Ãgypten und Libyen und allgemein die Situation hier im Nahen Osten gibt es nichts zu tun. Und das scheinbar seit Monaten. Keiner traut sich irgendwas zu kaufen, die Wirtschaft hier in Ägypten hält sich stark zurück. Keiner weiß was morgen sein wird und daher sitzen wir hier alle rum und schreiben zwischendurch für die wenigen noch laufenden Projekte Emails. Dafür hab ich Zeit meine Kollegen kennen zu lernen, die haben Zeit im Koran zulesen und ich in meinem Arabischbuch. Die Gebetszeiten können eingehalten werden und auch der Feierabend ist überpünktlich.
Ich glaub, morgen nehme ich mal mehr Unisachen mit... Langsam hat man keine interessanten Gesprächsthemen mehr...
Sonntag, 31. Juli 2011
Hallo Schamgefühl
Heute hat unser Gastvater oder eher Vermieter Kamel meine Mitbewohnerin Vanessa und mich in seinen Sportclub mitgenommen damit wir schwimmen können. Ganz schön teuer der Eintritt, 50LE also knapp 6€. Rein kommen tut man auch nur mit einem Mitglied. Vanessa und ich hatten nie ein Problem damit uns in Badeklamotten zu zeigen, aber plötzlich war es da: das Schamgefühl.
Fast nur Männer waren hier zum schwimmen, die meisten Frauen saßen am Rand oder gingen voll bekleidet ins Wasser. Nur wenige hatten einen Badeanzug an. Und plötzlich hatten auch wie ein Problem damit im Badeanzug am Becken lang zu laufen. Also ab zur Umkleide und zurück nur mit Handtuch um. Wir waren eh schon Exoten hier...
Von meinem drahtlosen BlackBerry® Handheld gesendet
Fast nur Männer waren hier zum schwimmen, die meisten Frauen saßen am Rand oder gingen voll bekleidet ins Wasser. Nur wenige hatten einen Badeanzug an. Und plötzlich hatten auch wie ein Problem damit im Badeanzug am Becken lang zu laufen. Also ab zur Umkleide und zurück nur mit Handtuch um. Wir waren eh schon Exoten hier...
Von meinem drahtlosen BlackBerry® Handheld gesendet
Kairo - hier bin ich!
Endlich da! Um 22h hab ich endlich meinen Fuss aus einem Flughafen gesetzt. Vera, meine Leidensgenossin und ich haben es endlich geschafft. Leider ist meine Kamera weg (liegen gelassen, ich Trottel) und ihr Koffer. Haben wir hoffen inständig, dass wir beides schnellstmöglich wieder bekommen. Mein Gastvater und meine Mitbewohnerin haben mich abgeholt. Das erste mal, dass jemand mich mit meinem Namen am Flughafen erwartete ud Blumen gabs noch obendrauf. Ich glaub mit meinet Herberge und meinen Mitbewohnern habe ich einen echten Glücksgriff gelandet. Die Wohnung ist riesig mit 5m hohen Decken und mein Zimmer ist ein kleines grosses Prinzessinnen-Reich.
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